Wann und wie hast du deine Leidenschaft für die IT entdeckt und wie bist du dann schließlich bei Java gelandet?
Die Leidenschaft für die IT wurde bei mir schon früh entfacht, als 8-Bit Computer noch in Mode waren. Meine ersten Rechner waren ein C16 und dann ein Atari 800 XL. Schnell war das Interesse für Spieleprogrammierung da und die Weichen für mein Informatikstudium waren gestellt. Während des Studiums hat es sich ergeben, dass ich die Java-User-Group Frankfurt mitgründen konnte. Die Gelegenheit habe ich einfach genutzt und bin so zu Java gekommen. Die Aktivitäten um die JUG sind aber relativ schnell wieder eingeschlafen, so dass die jetzige JUG Frankfurt lange gar nicht wusste, dass es schon eine andere vorher gab :-) .
Wie bist du erstmals auf die JavaLand aufmerksam geworden und welche Erinnerungen hast du an deine erste JavaLand?
Wie ich genau auf meine erste JavaLand aufmerksam wurde und in welchem Jahr das war, weiß ich gar nicht mehr. Was aber schnell klar war, ist die Tatsache, dass die JavaLand sich mit den Community-Ansatz und die Organisation durch die JUGs von allen anderen Konferenzen deutlich absetzt. Die Community steht im Vordergrund und das spürt man durch und durch.
Auf der diesjährigen JavaLand widmest du dich dem Prompt-Engineering für Entwickler. Kannst du uns einen kurzen Eindruck vermitteln, was die Teilnehmenden deiner Session erwartet? Warum hast du dich speziell für dieses Thema entschieden?
ChatGPT und ähnliche Systeme sind in aller Munde. Und auch wenn man sie – aus verschiedenen Gründen – noch nicht überall einsetzen kann, so ist es eine Technologie, die bleibt. Und dementsprechend finde ich es wichtig, dass man sich schon jetzt darauf vorbereitet und damit beschäftigt. Die richtige Eingabe (Prompt) für die Maschine zu finden, um den maximalen Nutzen zu bekommen, nennt man Prompt-Engineering. In meinem Vortrag werde ich auf die Grundlagen eingehen und ein paar Tipps und Tricks zeigen, die ich im Umgang mit der Maschine gelernt habe. Ich bin mir sicher, dass die meisten Teilnehmer mit einem Aha-Effekt rechnen können.
Was sind für dich ansonsten aktuell die spannendsten Entwicklungen im Bereich Java?
Java entwickelt sich momentan sehr schnell weiter. Das ist zum einen gut, zum anderen ist es gar nicht so einfach, mit allen Neuerungen Schritt zu halten. Daher bin ich, was die Entwicklungen im Bereich Java angeht, eher Zuschauer.
Aber abseits von Java als Programmiersprache ist eben die Entwicklung von KI und wie ich sie als Hilfsmittel nutzen kann, extrem spannend. Noch kann die Maschine keinen allzu komplexen Code selbständig erstellen. Die Entwicklung geht aber rasant weiter und es gibt in diesem Bereich fast wöchentlich Überraschungen.
Die JavaLand findet in diesem Jahr erstmals am Nürburgring statt. Kennst du die Location bereits? Welche Erwartungen hast du an den neuen Eventort?
Nein, den Nürburgring kenne ich noch nicht und ich bin vor allem auf die Anreise gespannt. Seit zwei Jahren reisen wir – Gerd Aschemann, Sebastian Rose, Falk Sippach und ich – zusammen mit dem Fahrrad an. Bislang war das Rhein abwärts. Diesmal kommt einiges an Steigung hinzu. Das wird eine neue Herausforderung. Ansonsten lasse ich mich von dem neuen Veranstaltungsort überraschen und hoffe, dass er einige neue Erfahrungen bereithält. Einmal mit dem Fahrrad über den Ring wäre top! :-D
Worauf freust du dich bei der JavaLand besonders?
Die JavaLand ist wie ein großes Klassentreffen. Ich freue mich vor allem darauf, mit der Community ins Gespräch zu kommen und neue Ideen abseits des Mainstreams zu hören.
Ralf, vielen Dank für das Gespräch.


